Eine mysteriöse On-Chain-Einheit auf der dezentralen Perpetual-Börse Hyperliquid hält seit mehreren Tagen eine Short-Position von 38 Millionen $ gegen Bitcoin und entfacht damit eine Debatte darüber, ob der Trade fundierte Überzeugung oder ausgeklügeltes Hedging darstellt.
Die Position ist eine der größten Einzel-Shorts, die derzeit an einem dezentralen Derivatehandelsplatz aktiv sind. Bei den aktuellen Funding-Raten zahlt der Wal etwa 8.000 $ pro Stunde – was auf hohes Vertrauen in den Trade hindeutet.
Der Analyst Marcel Pechman argumentierte, dass die Position allein kein zuverlässiges bärisches Signal sei. “Wale sichern Spot-Bestände routinemäßig mit Short-Derivaten ab”, merkte er an. “Eine Short-Position von 38 Mio. USD könnte problemlos ein Long-Spot-Engagement von 60 Mio. USD oder mehr ausgleichen.”
Bitcoin wurde zuletzt um 77.500 $ gehandelt, ein Minus von rund 3 % über 7 Tage. Das 7-Tage-Put/Call-Verhältnis auf Deribit ist auf 1,12 gestiegen, den höchsten Stand seit Februar, was auf eine erhöhte Absicherungsaktivität unter institutionellen Akteuren hindeutet.
