Forscher haben ein Papier veröffentlicht, das eine erfolgreiche Faktorisierung eines 15-Bit-Schlüssels des Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA) mithilfe eines Quantencomputers dokumentiert — desselben Algorithmus, der der Transaktionssignierung von Bitcoin zugrunde liegt — und damit die Debatte darüber neu entfacht, wie bald die Sicherheit des Netzwerks durch Quantenhardware infrage gestellt werden könnte.
Die Leistung, nach klassischen Massstäben zwar bescheiden, stellt einen aussagekräftigen Machbarkeitsnachweis für quantennatives ECDSA-Cracking dar. Die Forscher nutzten einen Prozessor mit 127 Qubits, um die Aufgabe in weniger als sechs Stunden zu bewältigen.
“Dies ist heute keine existenzielle Bedrohung für Bitcoin”, sagte Dr. Elena Kowalski, eine der Autorinnen des Papiers. “Bitcoin verwendet 256-Bit-Schlüssel. Was wir demonstriert haben, erfordert eine Extrapolation um rund 17 Grössenordnungen.”
Auf der Entwickler-Mailingliste von Bitcoin ist die Diskussion über BIP-360 wieder aufgelebt, einen Vorschlag für quantenresistente Signaturverfahren. Die Roadmap von Ethereum sieht Post-Quanten-Kryptografie bereits als Teil der “Purge”-Phase vor.
