Der GENIUS Act – ein Gesetzentwurf, der einen umfassenden regulatorischen Rahmen für an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins schaffen würde – wurde mit einer überparteilichen Abstimmung von 13 zu 7 aus dem Bankenausschuss des Senats herausgebracht und nahm damit eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Behandlung im Plenum.
Der Gesetzentwurf würde Stablecoin-Emittenten verpflichten, Reserven im Verhältnis 1:1 in hochwertigen liquiden Vermögenswerten zu halten, eine bundesstaatliche oder einzelstaatliche Lizenz zu erwerben, sich regelmäßigen Prüfungen durch Dritte zu unterziehen und robuste AML-Compliance-Programme umzusetzen. Er würde außerdem algorithmischen Stablecoins untersagen, sich als an den Dollar gekoppelt zu vermarkten.
Der Ausschussvorsitzende Senator Tom Parker lobte die Abstimmung als “einen historischen Schritt hin zu mehr Klarheit für die Märkte des digitalen Dollars.” Circle-CEO Jeremy Allaire bezeichnete sie als “den bedeutendsten Moment in der US-Kryptopolitik seit den ETF-Zulassungen.”
Der Gesetzentwurf geht nun an den gesamten Senat. Analysten von Bernstein Research sagten, die Gesetzgebung könnte das Wachstum des Stablecoin-Marktes von seinen aktuellen 220 Milliarden US-Dollar auf über 1 Billion US-Dollar innerhalb von fünf Jahren nach Inkrafttreten katalysieren.
