Bitcoins Anteil an der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung ist auf 65 % gestiegen — den höchsten Stand seit Anfang 2021 —, da Anleger inmitten anhaltender makroökonomischer Unsicherheit und sich verschärfender Liquiditätsbedingungen aus risikoreicheren Altcoins in die relative Sicherheit des führenden digitalen Vermögenswerts umschichteten.
Die Dominanzzahl, ein vielbeachtetes Barometer für die Risikobereitschaft innerhalb des Kryptomarktes, ist stetig gestiegen, seit sie im Februar ihren Höhepunkt erreichte, als sie bei 52 % lag. Die Verschiebung spiegelt ein vertrautes Muster wider: In Phasen von Marktstress neigt Kapital dazu, sich in Bitcoin zu konsolidieren, während Altcoins, die eine höhere Volatilität und ein höheres Liquiditätsrisiko aufweisen, überproportional abgestossen werden.
“Eine Bitcoin-Dominanz von 65% sagt einem, dass sich der Markt im Kapitalerhaltungsmodus befindet”, sagte Analyst Alex Thorn bei Galaxy Digital. “Es ist dieselbe Dynamik, die man bei Aktien beobachtet, wenn Anleger von Small Caps zu Mega Caps umschichten — Krypto hat seine eigene Version einer Flucht in Qualität.”
Das Muster war besonders hart für Layer-1-Token ausserhalb von Ethereum. Solana, Avalanche und Cardano sind alle um 40–60 % von ihren Februar-Höchstständen gefallen, während der breitere Altcoin-Index (ohne Ethereum) 55 % unter seinem Zyklushöhepunkt liegt.
Konträr eingestellte Analysten argumentieren, dass eine extreme Bitcoin-Dominanz historisch einer Outperformance von Altcoins vorausgeht. “Jeder grössere Altseason in der Geschichte wurde von einer Phase der Dominanz über 60% eingeleitet”, bemerkte der Krypto-Stratege Michaël van de Poppe. “Die Konstellation bildet sich gerade — der Auslöser wird sein, sobald BTC entschlossen über 85'000 US-Dollar ausbricht.”
